Bericht

Bericht aus Gemeindeanzeiger Malsch KW48/2024 Vereinsmeldungen

Bericht aus Gemeindeanzeiger Malsch KW47/2024 „Malsch aktuell“

Letzten Samstag (14. Oktober) waren erfreuliche 34 Kinder im Rahmen des Reblandrandori zu Gast beim Budo-Club Malsch e.V.. Unterstützt von Philipp aus Rheinstetten-Mörsch gab Simon das Training für die Judoka (u11-18) aus dem Rebland und Malsch.
Ein vielfältiges Aufwärmtraining voller Partnerübungen zum Bewegungsablauf von Wurfeingängen, Kräftigungs-Einheiten, zur Koordination und Beweglichkeit der Hüfte, Schulter und Arme.
Der Schwerpunkt im Technikteil lag auf Fußtechniken (Ashi-waza). Das Antäuschen einer Wurftechnik (Finte), Übersteigen und der Übergang zum Boden in einen Haltegriff wurde geübt. Abschließend gab es eine kleine Einführung in, die für die meisten Kinder neue, Technik Tai-otshi (Handtechnik, zu deutsch Körpersturz).
Nach kurzer Regenerationspause mit stärkendem Kuchen, Butterbrezeln und Kaffee sowie erfrischenden Säften und Wasser, starteten die Kinder in 6 Gruppen in ihre Randori – die Freundschaftskämpfe. Etliche sehr faire und abwechslungsreiche Kämpfe im Stand und Boden konnten bestaunt werden.
Stark engagierte Eltern und Trainer, die durchweg die meisten Kampfpunkte für ihre Judoka erreichen wollten, waren bei diesem lockeren Wettkampf – in dem es um Freude an der Bewegung und dem Kennenlernen des Turnierprinzips ging – nur eingeschränkt hilfreich.
Dennoch war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Fröhliche und erschöpfte Kinder konnten nach gut 2 Stunden erfolgreich „abgegrüßt“ werden.
Danke allen Helfern und Organisatoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar gewesen wäre. Wir freuen uns nächstes Jahr wieder Gastgeber sein zu dürfen. Dieses Jahr finden noch zwei Reblandrandori statt: Am 18.11. in Rastatt und die Abschlussveranstaltung am 16.12. in BAD Steinbach.

Am 2. Juli hatten sich 3 Judoka des Budo-Club Malsch e.V. nach Eppelheim begeben, um am ü30-Breitensport-Training teilzunehmen.
Der Zufall wollte es, dass die drei dann auch die einzigen Teilnehmer waren und so in den Genuss eines quasi Charly Gärtner Privattrainings zu kommen.
Adam*, trotz mehrerer Blockaden und Knieproblemen mit dabei, konnte am Ende eines gelungenen Trainings ohne Blockaden die Heimreise antreten (Was ein funktionelles Training so alles möglich macht). Zusätzlich ausgestattet mit Gymnastikübungen für den oberen und unteren Rücken, das Becken und die Halswirbelsäule konnten alle profitieren. Nach leichtem Aufwärmen mit Übungen für Hals- und Nackenmuskulatur, Gleichgewicht und Kraft für Fußfegetechnik ging es gleich mit Falltechnik weiter.
Rückwärts über den Partner als Bank, vorwärts mit Gymnastikball oder dem Partner als „magische Zauberhöhle“ zum Untendurchschwingen, um die Bewegung möglichst rund zu gestalten. Wenn dann der Partner die „Höhle“ plötzlich schließt, wird ganz einfach der Haltegriff Mune-gatame daraus. Daraufhin übten wir Befreiungen aus Kesa-gatame, Yoko-shiho-gatame sowie Variationen.
Dem Wunsch, die Wurftechnik Sasae-tsuri-komi-ashi genauer zu üben, kam Charly für Emil* nach. Beginnend aus dem Kniestand, um dem Partner das Fallen angenehmer zu gestalten, bis zum Übergang in den Stand. Selbst Adam verlor seinen Respekt vor dem Wurf, bei dem er sonst kreuzbandbedingt immer Knieschmerzen hatte. Unter Charlys Anleitung gelang es, eine knieschonende Variante zu trainieren. Felix* perfektionierte seinen Morote-seoi-nage und natürlich durften Adam und Emil auch kräftig üben. Auch Emils O-ushi-gari wurde ausgefeilt und mit Kniffen für den Wurfeingang sowie Gleichgewichtsbruch garniert. Alle waren von der neuen Variante beeindruckt. Es folgten noch De-ashi-barei-Fegeübungen, mit geschlossenen und offenen Augen, mit Übersteigen und Konterfegen.
Nach faszinierenden Einblicken in ein Judo nach Gefühl wurde auch vor Hebel- und Würgetechniken kein Halt gemacht. Spielerisch mit dem Partner üben, besprechen und Befreiungen zulassen, um selbst wieder in einen Halte-, Würgegriff oder Hebelansatz zu kommen. Die Bodentechniken nach Opa Schutte sind bei Charly eh angeboren: Es ist immer wieder faszinierend, wie er diese Techniken vermittelt, den Partnern anpasst und variiert.
Alles in allem wieder rundum gelungen. Mit weniger Zipperlein von der Matte gegangen als gekommen – was will man mehr.
Charly wurde sogleich für nach die Sommerferien am 15.10.2023 zum „ü30“-Training nach Malsch als Austragungsort eingeladen – wir freuten uns sehr über zahlreiche Teilnahme.

Am letzten Schultag vor den Grossen Ferien führte die Judo-Abteilung des BC-Malsch eine Gürtelprüfung durch. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit, Vollkontakt-Kampfsport ist erst seit wenigen Wochen wieder mit Einschränkungen erlaubt, waren nur die älteren Judoka zur Prüfung angetreten, die eigentlich schon im März nach Ende der Wettkampfsaison ihre Prüfung ablegen wollten.

Als erster trat Florian Eisele an, der erst mit Mitte 40 mit Judo angefangen hatte und für den es die erste Gürtelprüfung war. Souverän demonstrierte er den Prüfern Thorsten und Michael Geiger die Fallübungen und die ersten Würfe und Haltegriffe auf einem Niveau, das eigentlich auch für zwei Gürtelstufen höher gereicht hätte und verdiente sich so seinen weiss-gelben Gürtel.

Danach traten unsere Wettkämpferinnen Janina Bertsch und Viona Nold an. Nachdem wegen der Schulsanierung und Corona ihre Prüfung schon zweimal verschoben werden hat müssen, waren die beiden umso motivierter. Insgesamt eine Stunde lang fragten die Prüfer Kata, Techniken und Theorie des gesamten Programms von weiss bis blau ab, bis ihnen keine Fragen mehr einfielen. Dabei zeigten unsere Mädels keine Schwächen und durften am Ende stolz und verdient ihre neuen blauen Gürtel entgegen nehmen.